Radieschenblätter Suppe – außergewöhnlich und sagenhaft lecker

*Dies ist ein Gastartikel von Corinna von VEG VOM ZUCKER*

Darf ich mich kurz vorstellen?
Mein Name ist Corinna und ich blogge seit 30. März 2017 für „VEG VOM ZUCKER“ – dem ersten österreichischen FoodBlog für vegane und zuckerfreie Ernährung.

Es ist mir eine große Freude, dass ich heute diesen Gastartikel mit den lieben Lesern der URGEWÄCHSE teilen darf. An dieser Stelle möchte ich mich auch von Herzen bei Manu für die großartige Möglichkeit bedanken und hoffe sehr, dass euch mein mitgebrachtes „Zero-Waste“-Rezept mit dem saisonalen SuperFood genauso schmeckt wie mir.

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Wusstest du, dass das Radieschen lange als Zierpflanze gehalten wurde?
Die genaue Herkunft des Radieschens ist unklar, denn es kam erst im 16. Jahrhundert nach Europa. Es wird vermutet, dass das Radieschen aus China stammt, wo es lange Zeit als Zierpflanze gehalten wurde bis man herausfand, dass Radieschen essbar und richtig gesund sind.

Was macht Radieschen so gesund?
In erster Linie ist es das Senföl, das dem Radieschen seine Schärfe beschert. Senföl wirkt antibakteriell und ist daher besonders hilfreich bei Magen-Darm Verstimmungen.

Die Wirkung der Senföle in Radieschen ist noch nicht vollständig erforscht, doch man geht inzwischen davon aus, dass durch den Verzehr von Radieschen der Zuckerstoffwechsel günstig beeinflusst und der Insulinspiegel stabilisiert wird.

Mit nur 16 kcal auf 100 Gramm schmeicheln Radieschen der schlanken Linie und sind somit eine große Hilfe beim Abnehmen. Außerdem fördern Radieschen die Verdauung. Dafür verantwortlich ist das sogenannte „Allylsenföl“.

Gut zu wissen:

Radieschen gehören botanisch zu den Kreuzblütlern. Uns sind Radieschen meist knallrot und rund bekannt, doch sie können in Farbe, Form und Größe variieren. Es gibt Radieschen die weiße Spitzen haben oder sogar komplett weiß sind. Von klein und kugelrund bis hin zu pflaumengroß und (lang)oval ist alles möglich. Nur eines bleibt immer gleich. Nämlich das innere das Radieschen. Es ist immer schneeweiß.

Wie schmecken Radieschen?

Radieschen besitzen eine angenehme Schärfe und ähneln dem Rettich. Der Schärfegrad des Radieschens hängt von der Sorte und der Größe ab.

Wann haben Radieschen Saison?

Die Erntezeit von Freilandradieschen startet im Frühjahr und findet bis in den Herbst hinein statt. Natülich kannst du Radieschen aber das ganze Jahr über frisch erwerben, da die Pflanzen auch in Unterglasanbau gut gedeihen.

Was du beim Kauf von Radieschen beachten solltest:

Wenn du die Wahl zwischen kleinen und großen Radieschen hast, solltest du zu den kleineren Exemplaren greifen. Große Radieschen können oft holzig schmecken. Achte auf pralles Blattgrün und auf ein pralles, knackiges und saftiges Erscheinungsbild. Finger weg von überlagerten Radieschen! Diese erkennst du an den meist angewelkten Blättern. Sie besitzen kaum noch wertvolle Inhaltsstoffe und haben keinen Biss mehr.

Die richtige Lagerung:

Du solltest Radieschen so frisch wie möglich verzehren. Du solltest sie nicht länger als maximal zwei bis drei Tage lang im Kühlschrank lagern. Wenn du möchtest, dass die Radieschen besonders lange frisch bleiben, dann entferne am besten die Blätter. Diese kannst du sehr gut verwerten indem du z.B. „Radieschenblätter-Chips“ oder meine köstliche „Radieschenblätter-Suppe“ zauberst. Die Radieschen selbst kannst du ganz einfach waschen und diese in tropfnassem Zustand in kleine Gefriertüten geben und im Kühlschrank lagern.

Zusätzliche Tipps und Empfehlungen:

Leider wissen nur die wenigstens Menschen, dass junge und frische Radieschenblätter nicht entsorgt werden müssen. Sie schmecken nämlich hervorragend! Du kannst die Blätter einfach waschen, trockentupfen und in Streifen schneiden oder hacken. So kannst du beispielsweise deinen Kräuterquark verfeinern oder auch leckere Kräuterbutter zaubern. Um deinen Speisen noch mehr Geschmack und Vitamine zu bescheren, kannst du die gehackten Radieschenblätter auch in rohem Zustand über dein Essen streuen.

Die Radieschen selbst machen sich besonders gut in Salaten, auf einem „Butterbrot“ oder klein gehackt in Quark. Radieschen können sogar mit etwas Butter (bissfest gedünstet) als Beilage serviert werden. (Achtung: Radieschen verlieren beim Garen ihre typische Farbe).

Doch nun zurück zu unseren Radieschenblättern und der versprochenen Radieschenblätter-Suppe! Das folgende Rezept reicht für 4 Personen.

RADIESCHENBLÄTTER-SUPPE
außergewöhnlich & sagenhaft lecker

Du brauchst:

  • 250 Gramm Kartoffeln (vorwiegend festkochend)
  • 1 Bund Radieschen
  • 100 Gramm feingehackte Zwiebeln
  • 2 EL pflanzliche Butter oder Margarine
  • 1 Liter Gemüsebrühe
  • Salz & Pfeffer
  • Pflanzliche Sahne zum Verfeinern

Und so wird es gemacht:

  1. Die Kartoffeln schälen und würfeln.
  2. Nun die jungen und frischen Radieschenblätter gut waschen, trocken tupfen und in Streifen schneiden.
  3. Die Zwiebel schälen und fein würfeln.
  4. Die Margarine in einen Topf geben und sowohl die Zwiebelwürfel als auch die Radieschenblätterstreifen darin kurz andünsten.
  5. Alles mit der Gemüsebrühe ablöschen und die Kartoffelwürfel dazu geben. So lange köcheln lassen, bis die Kartoffelwürfel gar sind. (Das dauert ca. 20 Minuten).
  6. Danach wird die Suppe mit Salz und Pfeffer abgeschmeckt und mit der pflanzlichen Sahne verfeinert!

Wir wünschen dir guten Appetit und viel Spaß beim Nachkochen! Wenn du Lust auf weitere gesunde, vegane und zuckerfreie Rezepte hast, dann schau doch gerne mal auf „VEG VOM ZUCKER“ vorbei.

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