Essbare Blüten – eine bunte und gesunde Vielfalt!

In früheren Generationen waren essbare Blüten aus der Küche kaum wegzudenken. Da gab es beispielsweise Löwenzahnknospen als Kapernersatz. Vielleicht kennst Du das oder Ähnliches selbst noch von Deiner Großmutter. Ich erinnere mich daran, dass meine Mutter Kartoffelsalat immer mit den leuchtend blauen Blüten des Borretsch‘ dekorierte. Das sah nicht nur toll aus sondern schmeckte auch gut.

Generell sind essbare Blüten immer gut zum Verfeinern von Salaten, als Dekoration für Smoothies und Suppen oder für selbstgemachte Kräuterbutter.

Heutzutage wissen nicht mehr viele Menschen um dieses alte Wissen. Zumal die Blüten durchaus auch als Heilmittel Verwendung fanden. Um Dir einmal einen groben Überblick zu verschaffen habe ich Dir hier eine Auswahl an essbaren Blüten zusammengestellt.

Essbare Blüten im Frühjahr

V.o.l.n.r.
Salbei, Huflattich, Gänseblümchen
V.u.l.n.r
Bärlauch, Gundermann, VogelmierBrunnenkressBärlauch

 

 

 

 

 

 

 

 

  • Duftgeranien/Duftpelargonien
  • Estragon
  • Goldnessel
  • Gundermann
  • Gänseblümchen
  • Hornveilchen
  • Huflattich
  • Kamille
  • Knoblauchsrauke
  • Königskerze
  • Löwenzahn
  • Margeriten
  • Platterbse
  • Rosmarin
  • Roter Klee
  • Salbei
  • Stiefmütterchen
  • Schnittlauch
  • Taubnessel
  • Vergissmeinnicht
  • Vogelmiere
  • Waldmeister
  • Wiesenschaumkraut

 

Essbare Blüten im Sommer:

V.o.l.n.r.
Lavendel, Dill, Ringelblume
V.u.l.n.r.
Beinwell, Johanniskraut, Thymian

 

 

 

 

 

 

 

 

  • Basilikum
  • Beinwell
  • Borretsch
  • Currykraut
  • Dill
  • Ehrenpreis
  • Goldrute
  • Johanniskraut
  • Kapuzinerkresse
  • Koriander
  • Lavendel
  • Majoran
  • Minze
  • Oregano
  • Petersilie
  • Ringelblume
  • Schafgarbe
  • Thymian
  • Wildrose
  • Zistrose
  • Zitronenverbene
  • Zitronenmelisse

Im Herbst und Winter kannst Du auf Zimmerpflanzen zurückgreifen.

Natürlich unterscheiden sich die Blüten im Geschmack. Manche schmecken intensiver als das Kraut selbst, andere süßlicher. Da hilft nur ausprobieren!

Der beste Erntezeitpunkt

Bei der Ernte gibt es ein paar Punkte zu beachten.

  1. Sammle die  Blüten vor dem Abtrocknen des Morgentaues und vor der Mittagshitze (sonst verflüchtigen sich die ätherischen Öle).
  2. Sammle nur die Blüten von ungespritzten Pflanzen.
  3. Pflücke die Blüten erst kurz bevor Du sie verwendest (sie verwelken schnell und verlieren an Aroma).
  4. Wähle Blüten aus die sich möglichst gerade erst geöffnet haben (so enthalten sie das intensivste Aroma).
  5. Essbar sind nur die Blütenblätter. Entferne alle grünen Pflanzenteile der Blüte.

Essbare Blüten haltbar machen

Getrocknete Blüten

Am besten verwendest Du die Blüten frisch. Falls Du möchtest gibt es aber auch Möglichkeiten sie haltbar zu machen.

Zum Beispiel indem Du sie trocknest!

Das kannst Du mit den Blüten von Schnittlauch oder Lavendel beispielsweise ganz wunderbar machen. Dafür zupfst Du die Blüten einfach ab und legst sie lose auf ein Küchenpapier. So kannst Du sie stehen lassen bis sie völlig getrocknet sind. Bewahre sie am besten in einem trockenen und sauberen Schraubglas auf. Der Aufwand ist minimal und Du hast sie jederzeit griffbereit.

Eine andere (und wie ich finde ziemlich coole) Möglicheit ist es, die Blüten in Eiswürfeln einzufrieren. Dafür gibst Du jeweils eine Blüte in die Mulde des Eiswürfelbehälters. Fülle sie zur Hälfte mit Wasser auf und warte ab bis die Blüte sich mit Wasser vollgesogen hat. Sobald das passiert ist kannst Du die Mulde vollends mit Wasser auffüllen und alles einfrieren.

Besonders in Getränken sind die Blüten-Eiswürfel dann ein optisches Highlight und bereichern diese mit ihrem einzigartigen Aroma. Und so kannst Du garantiert Deine Gäste beeindrucken!

Wie immer gibt es allerdings auch hier eine zweite Seite. Deshalb möchte ich Dir hier einige wichtige Hinweise an die Hand geben.

  1. Achte darauf, wo Du die Blüten sammelt. Die naturbelassene Wiese hinter Deinem Haus? Super! Blüten vom Wegrand, umzingelt von landwirtschaftlich genutzten und gespritzten Äckern? Nicht so gut.
  2. Bitte mach keine Experimente! Falls Du Dir nicht ganz sicher bist ob bestimmte Blüten essbar sind – Finger weg! Einige sind sehr giftig und diese würdest Du nur einmal probieren. Dazu gehören z.B. Eisenhut, Rittersporn, Tomate, Kartoffel, Fingerhut, Akelei und Herbstzeitlose. Ich möchte Dir damit keinesfalls Angst machen sondern Dich lediglich auf die Risiken hinweisen. Fang am besten mit Blüten an die Du sicher erkennen kannst und dann taste Dich vor.
  3. Beachte beim Sammeln ob bestimmte Pflanzen unter Naturschutz stehen! Dazu zählen z.B. Schlüsselblumen.
  4. Verwende bitte keine Blüten von Pflanzen die Du aus dem koventionellen Blumenhandel hast. Diese sind oft gespritzt und/oder gentechnisch verändert.
  5. Wenn Du sammeln gehst nimm bitte immer (!) ein Bestimmungsbuch mit.

Wichtiger Hinweis: Bitte beachte, dass mein Wissen keinen Besuch beim Arzt ersetzt! Falls Du ernsthafte oder unklare Beschwerden hast, nimm unbedingt ärztliche Hilfe in Anspruch!

Wenn Du all diese Dinge beachtest steht einer reichen und schmackhaften Ernte nichts mehr im Weg!

Ich wünsche Dir viel Spaß und Erfolg dabei!


Welche essbaren Blüten kennst Du? Rein damit in die Kommentare!

 

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