Süßkartoffel – eine tropische Exotin

Die Süßkartoffel und ihre Geschichte

Die Süßkartoffel hat (entgegen der naheliegenden Vermutung) gar nicht wirklich etwas mit der normalen Kartoffeln zu tun. Tatsächlich gehört sie nicht einmal zur selben Familie. Sie ist ein Windengewächs und damit mit der Acker- und Prunkwinde verwandt. Den Namen ‚Süßkartoffel‘ brachte ihr übrigens die große Ähnlichkeit mit unserer Kartoffel und ihr süßer Geschmack ein.

Namen hat sie trotzdem viele – in Spanien kennt man sie als Batate, in Frankreich als Patate douce und in England als Sweet Potato. Angebaut wird sie inzwischen in fast allen wärmeren Ländern der Tropen, Subtropen und gemäßigten Zonen. Einer der Hauptproduzenten von Süßkartoffeln jedoch ist China das jährlich mit 100 Millionen Tonnen ein Drittel der Weltproduktion liefert. Krass, oder? Diese Zahl muss man sich mal auf der Zunge zergehen lassen.

Die Heimat der Süßkartoffeln liegt in Mittel- und Südamerika und wurde lange Zeit auch nur dort angebaut. Man sagt ihr nach, eine der ältesten Gemüsesorten der Menschheit zu sein. Es waren vermutlich befreite Sklaven die die Knolle aus Amerika mit nach Afrika brachten. Christoph Kolumbus dagegen brachte sie mit nach Europa. In Spanien und Portugal wurde sie bald darauf zur Speise der Armen. Daraufhin beobachtete man wie feurig und leidenschaftlich die Menschen der Unterschicht wurden. Infolgedessen bekam die Süßkartoffel den Ruf aphrodisierend und potenzsteigernd zu sein. Ab diesem Zeitpunkt fand sie ihren Weg auch auf die Teller der Reichen.

Die Süßkartoffel und die Gesundheit

Die Süßkartoffel ist ein wahres Vitamin- und Mineralstoffpaket. Sie enthält den Stoff Caiapo, regelt den Blutzuckerspiegel, enthält Antioxidantien und ist sehr ballaststoffreich. Auch Mineralstoffe wie  Mangan, Folat, Kupfer und Eisen hat sie reichlich zu bieten. Dazu kommen noch die Vitamine C, B2, B6 und Biotin. Ein echter Gewinn für Deine Gesundheit also!

Die Süßkartoffel in der Küche

Die Süßkartoffel ist in der Küche ein wahrer Alleskönner. Als Faustregel gilt: Du kannst normale Kartoffeln in klassischen Rezepten wie Ofenkartoffeln immer durch Süßkartoffeln ersetzen. Wieso also nicht einfach mal Ofensüßkartoffeln machen oder Süßkartoffel-Pürree oder Süßkartoffel-Pommes? Die Liste ließe sich unendlich lange fortsetzen. Süßkartoffeln lassen sich kochen, frittieren, braten, pürieren oder im Ofen backen. In den USA wird sie sogar, wie die normale Kartoffel, zu Schnaps gebrannt.

Unter dem Artikel findest Du ein ganz einfaches Rezept für leckere Süßkartoffel-Pommes. Viel Spaß beim Ausprobieren!

Wusstest Du schon, dass…

…die NASA die Süßkartoffel für längere Weltraumexpeditionen ausgewählt hat? Das hat sie weil die Knolle hohe Mengen an Energie und Nährstoffen speichern kann und äußerst anpassungsfähig ist.

EIn Grund mehr Kartoffeln (auch wenn sie gar keine richtige ist) zu lieben!

 


 

Was ist Dein liebstes Süßkartoffelrezept? Hat die Süßkartoffel schon den Weg in Deine Küche gefunden? Hinterlass mir einen Kommentar dazu!

 

 

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Süßkartoffel-Pommes
Portionen
Portionen
Rezept Hinweise
  1. Schäle die Süßkartoffeln und schneide sie in Pommes-Stäbchen.
  2. Lege die Pommes-Stäbchen auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech, beträufel sie mit ein wenig Öl und backe sie ca. 20 Minuten bei 200-210°C Umluft.
  3. Achte darauf, dass Deine Süßkartoffel Pommes nicht verbrennen denn sie sind schneller gar als normale Kartoffeln.
  4. Lass es Dir schmecken!
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2 Kommentare

  1. Aloha liebe Manu!

    Vielen Dank für diesen super tollen Artikel und das mega leckere Rezept!
    Wir machen des öfteren Süßkartoffelpommes und Süßkartoffel-Chips sind auch sehr zu empfehlen.

    Eine tolle Knolle diese Süßkartoffel!

    Liebste Grüße
    Mahalo und Aloha, Ela

    • Hi Ela!

      Danke für das Kompliment. 🙂
      Süßkartoffelchips habe ich tatsächlich noch nie selbst gemacht aber es steht auf der Liste. 🙂 Besonders jetzt nach Deiner Empfehlung! 😉

      Und richtig! 🙂 Die Süßkartoffel ist eine von vielen tollen Knollen.

      Liebe Grüße
      Manu

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