Aubergine – die indische Eierpflanze

Die Aubergine und ihre Geschichte

Erstmals wurde die Aubergine 1200 v. Christus in Sanskrit als distelartiges Gewächs mit dunkelgelben Beeren und violetten Blüten beschrieben, damals auch Solanum indicum genannt.

Das war die Wildform der Aubergine so, wie wir sie heute kennen. In der indischen Heilkunde kommt der Wildform aber auch heute noch eine große Bedeutung zu. Nach Europa gelangte die Aubergine vermutlich mit arabischen Händlern im 13. Jahrhundert. Richtig bekannt wurde sie aber beispielsweise in Italien erst im Laufe des 16. Jahrhunderts. Allerdings gehörte sie (wie die Tomate und die Kartoffel) zu den Nachtschattengewächsen und diese wurden zu jener Zeit mit Argwohn betrachtet. So verwundert es nicht, dass vor dem Verzehr der Aubergine immer wieder gewarnt wurde. Sie sei gesundheitsschädigend und wenig nahrhaft, hieß es. Der Gattungsname Solanum ist der lateinische Name des Schwarzen Nachtschattens und vom lateinischen Wort solamen abgeleitet was soviel wie ‚Trost‘ bedeutet. Vermutlich wählte man diesen Namen wegen der schmerzlindernden Wirkung der Pflanze. Die früheste bekannte Zuchtform ist die weiße, eiförmige Aubergine die passenderweise den Namen ‚Eierfrucht‘ erhielt. Im englischen heißt die Aubergine bis heute ‚eggplant‘. Eine eng verwandte Auberginenart ist die Afrikanische oder auch Äthiopische Aubergine. Sie wird vorallem in Afrika und Brasilien verwendet. Bei uns ist diese Art kaum bekannt, sondern wird lediglich von Liebhabern als alte Gemüsesorte geschätzt. Die wichtigsten Anbaugebiete heute sind China, Japan, die Türkei, Spanien und Italien.

Sorten

Imperial Black Beauty

Dies ist eine sehr alte Sorte. Sie stammt aus einer Kreuzung der Sorten ‚Large Early Purple‘ und ‚Black Peking‘. Letztere Sorte wurde 1866 in die USA eingeführt. Die Pflanze trägt 4 bis 6 sehr große, dunkle und ovale Früchte mit glänzend dunkelvioletter Haut. Sie sind gut haltbar und haben einen guten Geschmack. Diese Sorte eignet sich nur für den Tunnelanbau oder für’s Freiland in sehr warmen Gegenden.

White Sword

Eine seltene, weiße Sorte die ihren Ursprung vermutlich in China hat. Die Pflanze trägt leicht gebogene, 15 bis 20 cm lange Früchte, die spitz zulaufen. Sobald die Früchte reif sind werden sie gelb. Weiches, schmackhaftes Fruchtfleisch. Bei uns gedeiht diese Sorte nur im Gewächshaus und bringt einen mäßigen Ertrag. Die Früchte sollten jung geerntet werden.

Die Aubergine in der Heilkunde

Man sagt der Aubergine einige gesundheitsfördernde Eigenschaften nach. So soll sie beispielsweise die Verdauung und Gallentätigkeit fördern und schädliches Cholesterin binden. Außerdem wird sie Diabetikern sowie Menschen empfohlen die Rheuma,- Leber und Nierenleiden haben. Auch gesunde Bitterstoffe enthält sie die anregend auf die Bauchspeicheldrüse wirken. Um Durchfall bei Kindern zu lindern, werden die Blätter gedämpft und als Umschläge auf den Bauch gelegt. In der indischen Medizin wird sie genutzt um die Stoffwechselvorgänge im Körper zu beschleunigen. Die Aubergine besteht übrigens zu fast 93 Prozent aus Wasser, zu 4 Prozent aus Kohlenhydraten und zu einem Prozent aus Eiweiß.

Die Aubergine in der Küche

Besonders aus der türkischen, orientalischen und mediterranen Küche ist die Aubergine nicht wegzudenken. Es gibt Gerichte wie die türkische İmam Bayıldı (eine mit Tomaten und Zwiebeln gefüllte Aubergine) durch die die Aubergine zu großer Beliebt- und Bekanntheit gefunden hat. Ohne die Aubergine gäbe es auch bei den Griechen kein Moussaka (Auflauf) und bei den Franzosen kein Ratatouille (Gemüseeintopf).Im Orient wird sie häufig als Paste oder Püree (z.B. Baba Ghanoush) serviert. Auch in Italien kennt man die Aubergine als „Melanzane alla Parmigiana“ (Auflauf) und  „Melanzane ripiene“ (gefüllte Aubergine). Bis ins Jahr 609 reichen die Belege für eine kulinarische Verwendung der Aubergine zurück. Wie Kartoffeln ist auch die Aubergine roh nicht genießbar.

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Auberginen-Röllchen
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Rezept Hinweise
  1. Schneide die Aubergine in dünne Scheiben und brate sie in einer Pfanne mit etwas Olivenöl von beiden Seiten an. Während die eine Seite brät würze die andere mit Salz und Pfeffer. Gib nun die frischen Kräuter dazu.
  2. Schneide die Zwiebeln in Scheiben und den Knoblauch klein. Gib die Zwiebeln mit in die Pfanne und lege sie dort vorerst an den Rand.
  3. Wenn die Auberginen fertig gebraten sind lege sie auf einen Teller, verteile die Zwiebeln in der Pfanne und gib das Tomatenmark dazu. Lass das Ganze kurz anrösten und gib frischen Oregano dazu. Schmecke es gegebenenfalls mit Salz und Pfeffer ab.
  4. Bestreiche die Auberginen jetzt mit der Zwiebelmasse, gib die getrockneten Tomaten dazu und rolle sie auf wie eine Roulade. Lege je eine Olive auf die Rouladen und durchsteche sie mit einem Holzspieß. Wenn Du magst garniere die Röllchen mit gehacker Petersilie oder Rucola.
  5. Lass es Dir schmecken!

 

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