Kategorie: Aktuelle Artikel

Keimprobe – ist mein altes Saatgut noch keimfähig?

Wie oft passiert es, dass Du mehr Saatgut kaufst als Du wirklich brauchst oder Platz für die Pflanzen hast? Die Samentütchen legst Du dann erst mal auf Seite, ins Gewächshaus oder in eine Schublade. Und schon hast Du sie vergessen. Manchmal fallen sie Dir nach ein paar Monaten wieder ein, manchmal stößt Du erst nach Jahren zufällig wieder auf sie.

Dann steht ein neues Gartenjahr in den Startlöchern und Du holst voller Begeisterung Dein Saatgut vom Vorjahr aus dem Schrank. Aber nach der Aussaat tut sich einfach nichts. Die Pflänzchen wollen nicht keimen.

Kommt Dir das bekannt vor?

Der Grund für den mangelnden Erfolg bei der Aussaat liegt dann meist in der nachlassenden Keimfähigkeit des Saatguts. Jedes Saatgut besitzt eine bestimmte Keimfähigkeit. Wie hoch sie ist, ist von Pflanze zu Pflanze unterschiedlich. Wenn Du Dir die Samentütchen einmal genauer anschaust steht dort oft eine Info zur Keimfähigkeit. Bei Tomaten beispielsweise liegt sie meist bei etwa 90 Prozent.

Grundsätzlich lässt sich allerdings sagen, dass Saatgut mit jedem Jahr etwas von seiner Keimfähigkeit verliert. Je älter also das Saatgut, desto weniger Aussicht auf Erfolg bei der Aussaat. Was die Keimfähigkeit außerdem beeinflusst ist die Lagerung. Wenn Du Dein Saatgut nicht richtig lagerst, wirkt sich das negativ auf die Keimfähigkeit aus. Wie Du Dein Saatgut richtig lagerst kannst Du hier nachlesen.

Die gute Nachricht: mithilfe einer sogenannten Keimprobe kannst Du ganz einfach feststellen ob Dein Saatgut noch keimfähig ist oder nicht.

Dabei gibt es allerdings ein paar Dinge zu beachten:

Eine Keimprobe lohnt sich nur wenn Du eine ausreichend große Menge desselben Saatguts hast. Achte außerdem darauf welche Keimtemperatur die jeweiligen Samen benötigen und ob sie Licht- oder Dunkelkeimer sind.

Keimprobe durchführen

  1. Nimm einen flachen Teller und lege ein Stück feuchtes Küchenpapier (alternativ Watte oder Kaffeefilter) darauf.
  2. Lege einen Teil Deines Saatguts dessen Keimfähigkeit Du überprüfen willst auf das feuchte Küchenpapier.
  3. Decke den Teller mit Klarsichtfolie ab. Stelle den Teller an einen warmen Ort zwischen 18 und 22 Grad.
  4. Halte das Küchenpapier immer schön feucht (z.B. mit einer Sprühflasche).

Faustregel

Etwa 50 Prozent Deines Saatguts sollten keimen, andernfalls lohnt die Aussaat kaum noch. Keimt weniger als 30 Prozent Deines Saatguts ist es besser, Dir neues zu besorgen.

Damit steht einer erfolgreichen Aussaat nichts mehr im Weg.

Viel Erfolg mit Deinem Saatgut und der Keimprobe!


Welche Erfahrungen hast Du mit der Keimprobe gemacht?

Verrate es mir gerne in den Kommentaren!

Radieschenblätter Suppe – außergewöhnlich und sagenhaft lecker

*Dies ist ein Gastartikel von Corinna von VEG VOM ZUCKER*

Darf ich mich kurz vorstellen?
Mein Name ist Corinna und ich blogge seit 30. März 2017 für „VEG VOM ZUCKER“ – dem ersten österreichischen FoodBlog für vegane und zuckerfreie Ernährung.

Es ist mir eine große Freude, dass ich heute diesen Gastartikel mit den lieben Lesern der URGEWÄCHSE teilen darf. An dieser Stelle möchte ich mich auch von Herzen bei Manu für die großartige Möglichkeit bedanken und hoffe sehr, dass euch mein mitgebrachtes „Zero-Waste“-Rezept mit dem saisonalen SuperFood genauso schmeckt wie mir.

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Schneckenalarm im Garten – Alles, was Du wissen musst

Jeder Gärtner kennt sie und mit ihnen die Verzweiflung über zerfressene Pflanzen die einem bisweilen jeden Spaß am gärtnern verderben können.

Natürlich geht es um die ungeliebten Schnecken. Als Schädlinge verschrien die es unbedingt zu vernichten gilt um den Schaden im eigenen Beet so gering wie möglich zu halten, haben sie doch auch ihre guten Seiten.

Das klingt jetzt vielleicht erst einmal paradox für Dich, ist aber durchaus wahr.

Vorallen Dingen gilt es zu unterscheiden. Denn Schnecke ist eben nicht gleich Schnecke. Und Schnecke bedeutet auch nicht zwangsläufig böser Schädling.

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Ein „Unkraut“ stellt sich vor – Spitzwegerich

Der Spitzwegerich wächst unauffällig an Wegrändern und auf Wiesen. Er ist einer der ersten Frühlingsboten nach dem Winter und für das geübte Auge relativ leicht an seinen langen schmalen Blättern zu erkennen. An den Blättern kann man ihn auch gut von seinem Bruder, dem Breitwegerich, unterscheiden. Dessen Blätter sind breiter, eiförmig und wachsen dicht am Boden. Was viele nicht wissen: Es gibt noch einen im Bunde! Nämlich den Mittelwegerich. Seine Blätter wachsen halbhoch und sind ebenfalls relativ breit. Bei uns findet man den Breitwegerich am häufigsten. Und wie so viele andere Wildkräuter auch gelten diese Wegericharten als Unkraut das keinen zweiten Blick lohnt und über das man sich ärgert wenn es sich im eigenen Garten niederlässt.

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