Gemüse und Kräuter aussäen – so klappt’s!

Es ist Anfang März und damit schon an der Zeit das ein oder andere auszusäen. Aber wie genau geht das eigentlich? Welche Materialien brauchst Du dafür und wo kriegst Du sie am besten her? Welche Erde ist die richtige? Viel oder wenig gießen?

Falls Du Dir eine oder alle dieser Fragen stellst ist dieser Artikel für Dich!

Beginnen wir von vorne. Für die Aussaat brauchst Du ein paar Utensilien. Welche das sind?

Diese hier:

  • Kleine Anzuchttöpfe, Anzuchtplatte (siehe unten) oder eine Aussaatschale mit Löchern damit das Wasser abfließen kann und keine Staunässe entsteht.
  • Anzucht- oder Aussaaterde (z.B. aus dem Baumarkt oder Gartencenter)
  • Sprühflasche (entweder neu kaufen oder eine leere Fensterputzmittelflasche dafür verwenden)
  • Eventuell etwas Flaches zum Andrücken

Natürlich kannst Du Anzuchttöpfe oder eine Aussaatschale neu kaufen. Alternativ kannst Du aber auch z.B. einen leeren Eierkarton dafür benutzen. Oder die Plastikschalen aus dem Supermarkt in denen beispielsweise Feldsalat oder Trauben verpackt sind. Diese haben meistens schon Löcher im Boden und sind im Prinzip wie ein kleines Gewächshaus. Falls keine Löcher vorhanden sind kannst Du einfach einige hineinschneiden.

Die richtige Erde ist oft ein Streitthema. Ich lese immer wieder das viele ihre Samen in normale Blumenerde säen. Das Argument dahinter? Warum sollte ich die „teure“ Aussaaterde kaufen wenn es auch die billige Blumenerde tut? Ob Du das so handhaben möchtest oder nicht, bleibt selbstverständlich Dir überlassen. Ich persönlich bevorzuge torffreie oder zumindest torfreduzierte Aussaat- oder Anzuchterde. Nur sie ist genau auf die Bedürfnisse der Keimlinge zugeschnitten. Und dafür bezahle ich auch gerne ein paar Euro mehr. Billige Blumenerde ist eben oft genug auch genau das – billig. Nicht nur im Preis sondern vorallen Dingen auch in der Herstellung.

Kommen wir konkret zur Ausaat.

Schritt 1:

Lockere Deine Erde mit den Händen. Manchmal ist sie klumpig wenn Du den Sack öffnest. Befülle Dein Aussaatgefäß dann bis ca. 1-2 cm unter den Rand mit der Anzuchterde.

Schritt 2:

Befeuchte die Erde mit Deiner Sprühflasche. Vorsicht dabei: Die Erde sollte nur gut feucht und nicht nass sein!

Schritt 3:

Säe die Samen aus. Dafür kannst Du Dir die Samen auf die Hand geben und sie mit den Fingern (ähnlich wie eine Prise Salz) über die Anzuchterde verteilen. Oder, falls Dir das lieber ist, kannst Du einen Knick in das Samentütchen falten sodass eine kleine Rinne entsteht. Indem Du dann mit dem Finger sanft auf das Tütchen klopfst rieseln die Samen heraus. Probiere einfach aus was Dir besser gelingt! Versuche beim Aussäen darauf zu achten, dass nicht zu viele Samen auf einer Stelle landen sondern gleichmäßig verteilt sind. Andernfalls nehmen sich die jungen Pflänzchen nach der Keimung gegenseitig Nährstoffe und Licht weg was sich negativ auf ihr Wachstum auswirkt.

Schritt 4:

Drücke die Samen vorsichtig leicht an. Das kannst Du mit einem flachen und trockenen Gegenstand wie einem Brettchen tun. Oder Du nimmst einfach Deine Hände, ganz wie Du magst. Trocken deshalb weil sonst die Gefahr besteht das die Samen daran haften bleiben. Durch das andrücken bekommen sie Bodenkontakt.

Wichtig: Pflanzen sind entweder Licht- oder Dunkelkeimer. Basilikum gehört beispielsweise zu Letzterem. Was bedeutet das konkret? Dunkelkeimer müssen mit Erde bedeckt werden damit sie keimen können. Lichtkeimer dürfen, im Gegenteil dazu, nicht bedeckt werden denn sie brauchen Licht für die Keimung.

Schritt 5:

Gieße Deine Aussaat! Aber auch hier gibt es ein paar Dinge zu beachten. Ich rate Dir dafür zur Sprühflasche. Der Grund? Bei der Gießkanne besteht die Gefahr, dass Du die Samen durch den starken Wasserstrahl wegschwemmst. Abhilfe kann dabei eine Brause schaffen. Aber auch dann musst Du möglichst gleichmäßig und von oben gießen. Mit der Sprühflasche hast Du dieses Problem nicht. Auch hier gilt: Probier es aus und mache es so, wie es für Dich am besten ist!

Schritt 6:

Beschrifte Deine Aussaat(en)! Tust Du das nicht wird es schnell chaotisch und Du verlierst den Überblick. Gerade wenn Du Anfänger bist und die Pflanzen noch nicht sicher bestimmen kannst ist das superwichtig! Es reicht wenn Du auf das Etikett schreibst um welche Pflanze es sich handelt, welche Sorte es ist und wann Du es ausgesät hast. Ich empfehle Dir entweder Stecketiketten aus Hartplastik oder alternativ die hölzernen Eisstäbchen. Verwende einen Stift dessen Schrift nicht verwischt oder mit der Zeit verblasst.

Schritt 7:

Stelle Deine Aussaat an einen hellen geeigneten Ort (je nachdem was Du ausgesät hast sind die Ansprüche hierbei unterschiedlich) und halte die Erde leicht feucht.

Natürlich verhält es sich bei Aussaaten direkt ins Beet oder im Gewächshaus wieder etwas anders. Dort empfiehlt es sich die von den Herstellern angegebenen Reihen- und Pflanzabstände einzuhalten. Das Prinzip ist aber dasselbe. Nur, dass Du Dir dabei nicht den Kopf wegen der richtigen Erde zerbrechen musst.

Also dann – viel Erfolg und Spaß beim Aussäen!


Welche Erfahrungen hast Du bislang gemacht? Hast Du vielleicht sogar Tipps für die Aussaat? Verrate sie uns gern in den Kommentaren!

 

 

1 Kommentare

  1. Pingback: Pflanzen pikieren - was, warum, wann und wie eigentlich? - Urgewächse

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