Holzasche – Ein natürlicher Gartendünger?

Ich kann mich erinnern, dass ich (als ich noch bei meinen Eltern gewohnt habe) die Holzasche aus unserem Ofen immer im Garten verteilt habe. Meine Mutter hatte mir das so beigebracht. Vor einigen Wochen dann hatten wir dann eine Diskussion beim Kräuterkurs die sich genau um dieses Thema drehte. Viele der älteren Frauen waren der Meinung, dass Holzasche in den Garten gehört denn zum einen wurde das schon immer so gehandhabt und zum anderen hatte es den Pflanzen offensichtlich nie geschadet.

Aber was ist wirklich dran am „Gartenhelfer Holzasche“?

Zunächst müssen wir einen Unterschied machen zwischen Kohle- und Holzasche. Erstere ist für Deinen Garten völlig ungeeignet weil bei der Verbrennung der Kohle chemische Stoffe entstehen die in der Asche zurückbleiben.

Holzasche kann ein nützlicher Gartendünger für Deine Pflanzen sein – in Maßen verwendet und vorausgesetzt Du beachtest ein paar wichtige Dinge.

Deine Holzsche solltest Du nur dann verwenden wenn das Holz folgende Voraussetzungen erfüllt:

  • Unbehandelt
  • Nicht lackiert
  • Kein Teil von Holzmöbeln

Generell gilt: Wenn Du nicht sicher weißt woher das Holz stammt solltest Du die entstehende Asche nicht verwenden.

Vorsicht ist allerdings auch schon beim Anzünden geboten. Um Deine Holzasche verwenden zu können benutze fürs anzünden bitte keine Katalogseiten oder Seiten aus Hochglanzmagazinen da auch diese toxische Schwermetalle enthalten die letztlich wieder in der Asche landen. Am besten eignet sich schwarz-weiß bedrucktes Zeitungspapier oder unbedruckte Kartons.

Außerdem ist es wichtig, dass Du nicht Holz- und Kohleasche miteinander vermischst.

Wenn Du all diese Punkte beachtest steht einer Verwendung Deiner Holzasche nichts mehr im Weg!

Saubere Holzasche beinhaltet wichtige Elemente wie Kalk, Kalium, Phosphor und Eisen. Und Asche ist stark basisch, d.h. sie neutralisiert saure Böden. Deshalb ist sie nicht für Pflanzen geeignet die einen sauren Boden benötigen (z.B. Lorbeer). Außerdem hemmt sie Fäulnis und Pilzbefall und regt das Wachstum Deiner Pflanzen an.

Du hast zwei Möglichkeiten Deine Holzasche im Garten auszubringen:

Entweder Du gibst regelmäßig eine dünne Schicht, im Wechsel mit anderen kompostierbaren Materialien wie Grasschnitt, auf Deinen Kompost oder Du verstreust sie direkt im Beet. Dabei beachte aber bitte, dass Du nicht mehr als 3 Liter Holzasche auf 10 Quadratmetern verteilst denn sonst überdüngst Du Deine Pflanzen und das schadet ihnen. Im Zweifelsfall also lieber etwas weniger! Probiere Dich da ruhig aus und schau wie Deine Pflanzen darauf reagieren.

Hier sind einige Gemüsepflanzen aufgelistet die eine Düngung mit Holzasche mögen:

  • Rosenkohl
  • Poree
  • Sellerie
  • Kartoffeln
  • Tomaten
  • Zwiebeln
  • Möhren

Holzasche kann auch dabei helfen einen Kaliummangel Deiner Pflanzen auszugleichen.

Aber sie kann noch mehr!

Falls Du Probleme mit „Unkräutern“ (von denen wir ja wissen, dass es sie nicht gibt) wie Löwenzahn und Disteln hast, kannst Du diese jetzt im Herbst wiederholt mit der Holzasche bestreuen, um ein erneutes Wachstum im Frühjahr zu verhindern.

Auch bei einem Befall durch Kohlschnacken, Blattkäfer, Erdflöhe und Blattläuse kann sie Abhilfe schaffen. Dazu streust Du die Asche einfach um den Strunk der Pflanzen oder bestäubst sie ganz leicht damit.

Ich beantworte die Frage, ob Holzasche ein nützlicher Gartenhelfer ist, also mit einem Ja. Vorausgesetzt natürlich Du beachtest alles was ich hier geschrieben habe.

Es ist Herbst und vielleicht brennt bei Dir der Holzofen ja schon. Dann weißt Du ab sofort was Du mit Deiner Asche anstellen kannst!

Ob Holzasche wirklich in den Garten gehört wird immer wieder hitzig diskutiert.

Ob Du das tust oder nicht – jetzt hast Du zumindest eine kleine Entscheidungshilfe bei der Hand.


Wie stehst Du zum Thema Holzasche im Garten? Hinterlasse mir dazu gerne einen Kommentar!

 

 

 

4 Kommentare

  1. Antje Krainhöfer

    Ich denke da an die vielen Waldbrandgebiete weltweit!!!
    Dort verbrennt massenhaft unbehandeltes Holz!
    Immerwieder erstaunlich, was nach gewisser Zeit daraus wächst!!!

    Ich denke mal, das sagt alles zum Thema… 😊🤗

    • Hallo Antje,
      das stimmt! Ich kann mich daran erinnern, dass ich als Kind meinen Papa mal gefragt habe wegen der Waldbrände. Für mich war das damals total schlimm das die ganzen Bäume einfach verbrennen. Aber da hat er mir auch erklärt wie sich die Natur erneuert und was alles aus der Asche entsteht. Danach war ich beruhigt.

      Liebe Grüße
      Manu

  2. Danke schön! Das sind doch mal konkrete Infos. Wir haben eine Holzzentralheizung und ich habe schon herausgefunden, dass man Asche auf die Beete tun kann … aber eben nicht wieviel. Unser Holz kommt aus dem angrenzenden Wald, ist also unbelastet…

    • Hallo Barbara,
      immer gerne! Es freut mich, dass Dir mein Artikel eine Hilfe ist.
      Dann viel Spaß beim Gärtnern und Düngen!

      Liebe Grüße
      Manu

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