Herbstgemüse Kürbis – Diese Sorten gibt es und so kannst Du sie verwenden!

Der Kürbis ist für uns untrennbar mit dem Herbst bzw. Halloween verknüpft. In den letzten Tagen habe ich immer wieder die Frage gelesen was man denn mit der reichen Kürbisernte anstellen kann. Die gute Nachricht ist: Jede Menge!

Kürbis kann viel mehr als uns nur an Halloween zu gruseln oder uns als Suppe zu begeistern.

Ich stelle Dir heute einige alte Sorten vor und anschließend verrate ich Dir was Du daraus alles machen kannst. Neugierig? Dann lass uns anfangen!

Von Experten wird geschätzt, dass es weltweit ca. 800 verschiedene Kürbissorten gibt.

Der allergrößte Teil davon sind zwar Speisekürbisse, wichtig ist die Unterscheidung zwischen Zier- und Speisekürbissen aber trotzdem. Erstere sind wegen des enthaltenen giftigen Bitterstoffs Cucurbitacin nicht essbar!

Außerdem werden Zierkürbisse, wie der Name schon sagt, vorallen Dingen für dekorative Zwecke gezüchtet.

Es gibt zwei Anhaltspunkte die Dir dabei helfen können Zier- und Speisekürbisse auseinanderzuhalten. Sie sind allerdings auch nur das – Anhaltspunkte!

Zierkürbisse kannst Du oft leicht an ihren ausgefallenen Farben und Formen erkennen. Zudem sind sie im Verhältnis zu Speisekürbissen meist relativ klein.

Im Zweifelsfall gilt aber: Immer nachfragen falls Du Dir unsicher bist.

Hokkadio

Eine Kürbisart die Du vielleicht schon kennst ist der Hokkaido. Alle rot- bis orangeschaligen, kleineren Winterkürbisse mit rundlicher Form zählen dazu. In den Supermärkten findest Du beispielsweise die klassische orange Sorte ‚Red Kuri‘. Tatsächlich gibt es Hokkaidos aber in vielen verschiedenen Farben. Besonders in Japan (seiner Heimat) werden gerne die grauen und grünen Sorten wegen ihres süßlich-nussigen Geschmacks gegessen. Du kannst ihn auf fast alle erdenklichen Art zubereiten.

Der Name ‚Hokkaido‘ bürgerte sich übrigens 1938 ein nachdem auf einem Bauernmarkt in Graz Kürbissorten von der japanischen Insel Hokkaido angeboten wurden.

Drei Sorten habe ich Dir hier kurz umrissen:

Green Hokkaido

Grüne Hokkaido Sorte mit besonders feinem Geschmack, 1,5 bis 2 kg schweren Früchten und langer Lagerfähigkeit. Dunkelgrüne, essbare Schale und gelb-orangenes Fruchtfleisch.

Red Kuri

Rankender Hokkaidokürbis mit Früchten bis 1,5 kg. Runde Form, gelbes Fruchtfleisch, gute Lagerfähigkeit.

Blue Kuri

Eine japanische grau-blaue Sorte mit essbarer Schale und 1-2 kg schweren Früchten. Eine Pflanze bringt einen Ertrag von etwa 4-5 Früchten. Lagerfähig ist diese Sorte etwa 6 Monate.

Du siehst also: Hokkaido ist nicht gleich Hokkaido.

Eine weitere relativ bekannte Sorte des Kürbisses dürfte diese hier sein:

Butternut

Der sogenannte Butternut-Kürbis (oder zu deutsch Butternuss-Kürbis) der durch seine ausgefallene birnenähnliche Form auffällt. Was an ihm (zumindest für mich) ein echter Pluspunkt ist, dass er sich relativ einfach schälen lässt. Ich wundere mich heute noch darüber das ich mich bei meinem allerersten Schälversuch mit einem Kürbis nicht verletzt habe. Anfängerglück! Das Fruchtfleisch dieser Sorte ist, wie der Name vermuten lässt, buttrig mit einem nussig-aromatischen Geschmack. Auch er lässt sich in der Küche für fast alles verwenden. Übrigens wurde er bereits 1818 schriftlich erwähnt, war aber wohl schon lange Zeit vorher bekannt.

Eine völlig andere Sorte ist der Muskat-Kürbis.

Muskat-Kürbis

Er präsentiert sich nicht nur meist sehr groß sondern auch mit einer außergewöhnlich dunkelgrün bis beige-hellbraun gerippten Schale die ihn zu einem echten Hingucker macht. Sein Fruchtfleisch ist orange bis lachsfarben und schmeckt fruchtig-säuerlich. Eine einzige Frucht kann bis zu 30 kg schwer werden. Ein Schwergewicht quasi! Du kannst ihn entweder garen oder sogar roh essen.

Eine tolle Kürbissorte ist der gelbe Zentner.

Gelber Zentner

Wie sein Name vermuten lässt hat er gelbes Fruchtfleisch das sehr wasserreich und mild ist. Außerdem werden die Früchte zwischen 10 und 30 kg schwer. Im Gegensatz zu anderen Sorten lässt er sich allerdings nur 2-3 Monate lagern. Aber er ist ein echter Gewinn für Deine Küche! Du kannst ihn für Süßspeisen, Gebäck, Kürbispüree und besonders für Eingemachtes verwenden. Auch feine Konfitüren kannst Du sie aus ihm machen.

Er darf hier auf keinen Fall fehlen – der Halloweenkürbis. Auch hier ist das eher ein Überbegriff für Sorten wie Ghost Rider oder Jack O Lantern.

Halloweenkürbis

Diese Sorten gelten deshalb als Halloweenkürbisse weil ihre Schale nicht sehr hart ist und sich leicht bearbeiten lässt. Allerdings können diese Kürbisse viel mehr als nur zu Halloween zu gruseln. Ihr Fruchtfleisch eignet sich z.B. wunderbar für Küchen und Desserts. Also Kürbisse schnitzen und leckere Desserts gleich zur Halloweenparty vernaschen!

War Dir bewusst, dass der Kürbis so vielfältig ist?

Dass ist schließlich das schöne an der Sortenvielfalt – für wirklich jeden ist etwas dabei und wenn die Geschmäcker noch so verschieden sind.

Und das bringt uns schon zum nächsten Punkt…was kann man mit Kürbis kulinarisch eigentlich so anstellen?

Was fällt Dir spontan als Antwort ein? Suppe, Kuchen, Kürbisspalten und….das war’s? Ganz im Gegenteil!

Aus Kürbissen kannst Du Marmelade machen oder Kuchen, Brot, Suppe, Gelee, Muffins, Eintopf, Auflauf, Lasagne, Pommes, Pudding, Püree, Aufstrich, oder, oder, oder. Du kannst ihn gebraten oder roh dem Salat zugeben, roh essen, einkochen oder die Kürbiskerne rösten.

Die Liste ließe sich noch eine ganze Weile so fortsetzen.

Hier findest Du drei leckere Rezepte.

Viel Spaß beim Ausprobieren!


Hast Du irgendeine Lieblingssorte oder ein Geheimrezept? Verrate es mir gerne in den Kommentaren!

 

 

2 Kommentare

  1. Huhu,
    vielleicht könntest noch was zum Unterschied zwischen Zier- und Speisekürbis sagen…für die Neulinge im Garten…

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