Süßkartoffel selbst anbauen – so geht’s!

Die Süßkartoffel ist inzwischen nicht mehr aus unseren Supermärkten wegzudenken und ihre Beliebtheit wächst stetig. Nicht nur in der Küche macht sie in vielfacher Hinsicht eine gute Figur sondern auch als Zierpflanze wird sie ihrer schönen Blüte wegen geschätzt.

In diesem Blogpost zeige ich Dir wie Du die Süßkartoffel ganz einfach selbst anbauen kannst.

Die Süßkartoffel ist ein einjähriges Windengewächs das sowohl als Nutzpflanze wie auch als Zierpflanze verwendet wird. Sie möchte an einem sonnigen bis halbschattigen Platz stehen. Das hängt davon ab für welche Sorte Du Dich entscheidest. Manche vertragen die direkte Sonneneinstrahlung nicht. Außerdem ist sie nicht winterhart was bedeutet, dass sie keinen Frost verträgt.

Aussaat/Auspflanzung

Die Süßkartoffel bildet wenige bis gar keine Samen aus was es Dir schwer macht sie selbst aus Samen zu ziehen. Im Handel findest Du aber Saatknollen die Du einfach nur einpflanzen musst. Ähnlich wie bei der Kartoffel.

Planze die Saatknollen möglichst bald nach dem Einkauf ein.

Wie ich oben geschrieben habe verträgt die Süßkartoffel keine Kälte. Schon ab 10 °C wird es kritisch. Deshalb ziehst Du sie am besten in einer Kiste vor und stellst diese in ein warmes Zimmer bis de ersten Triebe sprießen. Nach den Eisheiligen kannst Du sie dann ins Gemüsebeet pflanzen. Sei dabei sehr vorsichtig denn die Triebe brechen leicht.

Setze die Saatknollen etwa 5 cm tief ein und achte auf einen Abstand von 30-40 cm zwischen ihnen.

Als Faustregel gilt: Bei einem Kasten von 80 cm nur 4 Saatknollen einsetzen da es sonst zu viel wird.

Mischkultur

Auch im Gemüsebeet gibt es Arten die sich gut verstehen und welche, die das nicht tun. Die Süßkartoffel freut sich über Nachbarn wie Salat oder Kohl. Mit Tomaten oder Sonnenblumen dagegen verträgt sie sich nicht besonders gut.

Pflege

Süßkartoffeln haben einen ausgesprochen großen Durst und möchten von Dir deshalb regelmäßig gegossen werden. Allerdings ist hier Achtung geboten: Staunässe mag sie gar nicht denn sie behindert ihr Wachstum. Gieße im Zweifelsfall also lieber öfter am Tag und dafür nicht so viel auf einmal.

Wenn die Ranken zu lange werden (z.B. wenn Du die Süßkartoffel in den Kasten gesetzt hast) kannst Du sie ruhig abschneiden.

Ziehst Du sie im Kasten oder Balkon reicht es wenn Du einmal alle drei Wochen einen normalen Flüssigdünger verwendest. Im Beet kannst Du einen Volldünger verwenden.

Ernte

Im Herbst, sobald die Blätter braun und welk werden, ist es an der Zeit Deine Süßkartoffeln zu ernten. Je länger Du sie im Boden lässt, umso größer werden sie. Ähnlich wie bei der Zucchini. Spätester Erntezeitpunkt ist aber auf jeden Fall vor dem ersten Frost.

Am besten Du erntest die Knollen an einem trockenen Tag und entweder mit Deinen Händen oder eine Grabegabel. Bei Letzterem ist Dein Fingerspitzengefühl gefragt damit Du die Süßkartoffeln nicht beschädigst denn sie wachsen dicht unter der Erdoberfläche. Steche die Erde ruhig großzügig aus und lockere sie anschließend mit den Händen auf. So kannst Du die Knollen ebenfalls ernten.

Schüttel die Erde nur von Knollen ab, wasche sie nicht mit Wasser. Die Erde sorgt dafür, dass sie länger haltbar bleiben.

Krankheiten und Schädlinge

Bisher gab es keine großen Schwierigkeiten mit Krankheiten und Schädlingen bei der Süßkartoffel. Hin und wieder können trotzdem Pilzkrankheiten wie beispielsweise die Stängelfäule auftreten. Auch Mäuse knabbern die Knollen im Herbst gelegentlich an. Dagegen hilft nur rechtzeitiges ernten.

Lagerung

Bevor Du sie einlagerst trockne sie zwei bis drei Tage an der frischen Luft. Die Knollen kannst Du danach in einem dunklen, trockenen Raum und bei einer konstanten Temperatur von 12-14 °C ein gut ein paar Wochen lagern.

Du siehst also, es ist gar nicht so schwer. Und selbst geerntet schmeckt sie doch gleich viel besser!


Hat die Süßkartoffel schon einen Platz in Deinem Gemüsebeet? Wie sind Deine Erfahrungen? Lass mir einen Kommentar da!

 

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