Zucchini – So baust Du sie selbst an!

Die Zucchini ist längst ein beliebter Klassiker in Deutschland. In diesem Blogpost erkläre ich Dir wie Du sie selbst anbauen kannst. Angefangen bei der Aussaat bis hin zur Ernte. Lass uns anfangen!

Zuerst einmal solltest Du wissen, dass Zucchinis ziemlich unkompliziert im Anbau sind. Also keine falsche Scheu!

Zucchinis sind einjährige Pflanzen. Einjährig heißt, dass Du sie im nächsten Jahr wieder aussäen musst weil sie nur einmal Früchte tragen. Außerdem sind sie Starkzehrer was bedeutet, dass sie dem Boden sehr viele Nährstoffe für ihr Wachstum entziehen. Im Prinzip können sie aber fast überall wachsen. Nur schwere Böden die zu Staunässe neigen (das sind z.B. sehr lehmige Böden) mögen sie gar nicht. Sie benötigen einen sonnigen bis halbschattigen sowie windgeschützten Standort in Deinem Garten. Außerdem sind Zucchinis, wie alle Kürbisgewächse, frostempfindlich. Übrigens beansprucht die Zucchini pro Pflanze 1,5 bis 2 Quadratmeter.

Aussaat

Wegen ihrer Frostempfindlichkeit ist es sinnvoll wenn Du Setzlinge ab Mitte April im Haus vorziehst. Sie wachsen schnell weshalb Du nicht vor diesem Zeitpunkt mit der Aussaat beginnen solltest.

Zucchini mögen es bei der Aussaat warm. Stell sie also am besten nach dem aussäen auf die Fensterbank wo sie Sonne bekommen.

Die Samen kannst Du entweder einzeln in Aussaaterde in Töpfe mit 8 cm Durchmesser säen oder zu zweit in einen 10-cm-Topf. Die Aussaattiefe beträgt 2 bis 3 cm.

Wenn Du die Temperatur kostant bei 18-22 °C hältst keimen Deine Samen innerhalb von 7 bis 14 Tagen.

Zucchini solltest Du nicht (wie z.B. Tomaten) vereinzeln weil sie ein sehr empfindliches Wurzelsystem haben.

Natürlich hast Du auch die Möglichkeit die Samen Anfang Juni direkt ins Beet zu säen. Wichtig dabei ist, dass Du sie in einem Abstand von 1 Meter x 1 Meter säst.

Auspflanzung

Ende Mai oder Anfang Juni ist es dann soweit und Du kannst Deine Pflanzen ins Freiland setzen. Achte darauf, dass der Wurzelballen gut durchwurzelt und die Pflanze nicht zu groß ist. Große Pflanzen mit mehr als 3 oder 4 Blättern vertragen das Umtopfen schlechter und können im Wachstum stocken.

Mischkultur

Auch beim Gemüse gibt es gute und schlechte Nachbarn. Gute Nachbarn im Beet für die Zucchini sind z.B. Kapuzinerkresse, Zwiebeln, Lauch, Stangenbohnen und Ringelblumen.

Pflege

Zucchini sind (sobald sie ausgepflanzt sind) sehr genügsame Pflanzen. Wichtig ist, dass Du sie regelmäßig gießt. Achte dabei unbedingt darauf das Du das Wasser direkt an die Wurzel gießt und nicht direkt auf die Blätter. Damit reduzierst Du die Gefahr eines Pilzbefalls. Außerdem darf das Wasser nicht zu kalt sein weil die Zucchini sonst bitter werden kann. Stell Dir mal vor Dir würde jemand eine Gießkanne eiskaltes Wasser über den Kopf schütten – keine angenehme Vorstellung, oder?

Lockere den Boden um die Pflanzen regelmäßig leicht auf und entferne dabei gleich das „Unkraut“. (Unkraut gibt es übrigens gar nicht sondern nur Wildkräuter. Wenn Du mehr dazu lesen willst schau hier vorbei). Sei dabei aber vorsichtig weil die Wurzeln der Zucchini dicht unter dem Boden wachsen.

Wenn Du Deinen Zucchini etwas Gutes tun willst kannst Du sie mulchen. Das bedeutet, dass Du das Beet mit einer fingerdicken Schicht mit z.B. Grasschnitt bedeckst.

Vorteile davon liegen zum Beispiel darin, dass der „Unkrautwuchs“ unterdrückt wird und das Wasser nicht so schnell verdunstet.

Nachdem Zucchini Starkzehrer sind empfiehlt es sich wenn Du Deine Pflanzen regelmäßig mit etwas Kompost versorgst.

Mehr ist gar nicht nötig und einer reichen Ernte steht nichts mehr im Weg!

Ernte

Zucchini wachsen schnell weshalb Du die ersten Früchte in der Regel schon nach 6-8 Wochen ernten kannst. Man sagt, dass Zucchini bei einer Länge von 10 bis 20 cm am besten schmecken weil dann das Fruchtfleisch noch schön zart ist. Am besten Du probierst das selbst aus. Es gilt aber: Je kleiner die Früchte desto zarter das Fruchtfleisch. Wenn Du Deine Pflanzen regelmäßig beerntest bilden sie ständig neue Blüten aus denen neue Früchte entstehen. Lässt Du die Früchte zu lange an der Pflanze leidet deren Ertragskraft. Du kannst die Zucchini entweder vorsichtig abdrehen oder mit einem Messer abschneiden. Bei Ersterem ist etwas mehr Fingerspitzengefühl gefragt. Aber ganz egal wofür Du Dich entscheidest – ich empfehle Dir zumindest Handschuhe zu tragen weil die Brennhaare auf der Pflanze sehr unangenehm auf der Haut sind.

Krankheiten und Schädlinge

Auch die Zucchini bleibt manchmal nicht davon verschont. Bei den Schädlingen sind es die Schnecken die Deinen Pflanzen gefährlich werden können. Sie knabbern am liebsten die jungen Pflanzen an und sind, natürlich, bei feuchtem Wetter am häufigsten anzutreffen. Dagegen helfen Schneckenzäune oder die Schnecken abzusammeln und, so brutal das auch klingt, sie mit der Gartenschere durchzuschneiden. Das ist auf jeden Fall gnädiger weil sie sofort tot sind als Schneckenkorn das für die Schnecken einen qualvollen Tod bedeutet.

Bei den Krankheiten sind es der Falsche und der Echte Mehltau sowie das Mosaikvirus das Deine Zucchinipflanzen befallen können.

Den Falschen Mehltau erkennst Du an den gelb-braunen Flecken auf den Blättern. Darunter zeigt sich grau-weißer Schimmel. Diese Pilzkrankheit tritt vermehrt bei feuchtkaltem Wetter auf.

Der Echte Mehltau dagegen tritt vorallem bei Trockenheit auf. Bei einem Befall zeigen sich auf den Blättern weiß-graue Flecken, die später wie mehlige Beläge aussehen. Außerdem werden die Blätter braun und sterben ab.

Das Mosaikvirus kannst Du ganz leicht an den mosaikartigen gelben Flecken auf den Blättern erkennen. Für Deine Pflanze endet dieses Virus meistens tödlich. Die gute Nachricht ist allerdings, dass es meistens erst gegen Ende auftritt wenn Du Deine Zucchinipflanzen ohnehin kaum noch beerntest. Von daher ist auch keine Behandlung nötig.

Lagerung

Große ausgereifte Früchte sind ihrer dicken Schale wegen Monate haltbar. Der Kühlschrank eignet sich nur dann zur Lagerung wenn Du sie innerhalb der nächsten Tage aufbrauchst. Bei einer längerfristigen Lagerung musst Du darauf achten, dass Du für Deine Zucchini einen trockenen und luftigen Ort aussuchst. Ideal eignen sich dafür dunkle Keller und Speisekammern wo die Temperatur zwischen 12 und 15 °C liegt. Wenn Du möchtest kannst Du Zucchini gut einlegen. Zum Beispiel mit Essig, Kräutern und Gewürzen. Zum Einfrieren dagegen sind sie nicht geeignet weil sie dadurch ihre Konsistenz verlieren und weich und wässrig werden. Bitte achte darauf, dass Du Zucchinis mit Schadstellen (z.B. Dellen, weiche Stellen etc) vor dem einlagern aussortierst.

Du siehst also – so schwer ist es gar nicht Deine eigenen Zucchini anzubauen! Wie immer gilt: Einfach ausprobieren und überraschen lassen.


 

Welche Erfahrungen hast Du bislang mit Zucchinipflanzen gemacht? Haben sie schon einen festen Platz in Deinem Garten oder traust Du Dich dieses Jahr das erste Mal? Hinterlass mir einen Kommentar!

 

 

 

 

 

 

 

 

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