Saatgutbomben ganz einfach selbstgemacht

Was sind eigentlich Saatgut- oder Samenbomben?

Wikipedia spuckt dazu folgende Definition aus:

Samenbombe auch Samenkugel oder Saatbombe (englisch Seed Bomb oder Seed Ball) bezeichnet eine aus Erde geformte handliche Kugel, welche Pflanzensamen enthält. Samenbomben werden in der Guerillagärtnerei-Bewegung als Methode der Aussaat vorwiegend im urbanen Raum verwendet. (Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Samenbombe)

Samenbomben eignen sich nicht nur für’s Uban Gardening sondern auch für die Fensterbank oder Deinen Balkon.

Und sie lassen sich ganz einfach selbst machen! Wie das geht, zeige ich Dir hier.

Aber zuerst spüen wir der Entstehungsgeschichte der Saatbomben nach…

Geschichte und Ursprung der Samenbomben

Es lässt sich mit ziemlicher Sicherheit sagen, dass die Samenbomben auf den japanischen Reisbauern Masanobu Fukuoka zurückgehen. Er hatte für seine dauerhaft ohne Pflüge bestellten Felder die Methode der nendo dango (Samenkugel) entwickelt und diese nach Ende des zweiten Weltkriegs für die Direktaussaat von Reis und Gerste genutzt. In den 1970er Jahren studierte eine kleine Gruppe junger Menschen auf seinem Hof seine Techniken und die Philosophie der sogenannten Nichts-Tun-Landwirtschaft. Fukuoka schrieb außerdem ein Buch namens „One Straw Revolution“ (zu deutsch: Der große Weg hat kein Tor) das 1978 in den USA erschien und für zusätzliche Bekanntheit seiner Techniken in der Permakultur-Szene sorgte. Fukuoka selbst verbreitete sein Wissen und seine Erfahrungen auf Reisen in Länder wie Somalia oder Indien.

Möglich ist aber auch eine weitere Entwicklung der Samenbomben, da die Künstlerin Liz Christy schon 1973 von einem Einsatz der Samenbomben durch die New Yorker Guerillagärtnereigruppe Green Guerillas berichtet.

Und schon bei einigen Stämmen der nordamerikanischen Ureinwohner war diese Saatmethode bekannt.

Inzwischen werden Samenbomben von Herstellern wie der Seedball-Manufaktur oder DieStadtgärtner aber auch gewerblich hergestellt und verkauft. Selbstgemacht ist aber trotzdem immer noch am schönsten!

Wie das geht, verrate ich Dir jetzt.

Samenbomben selbstgemacht – Eine Anleitung

Was Du brauchst:

  • Tonerde oder Tonpulver
  • Torffreie Blumenerde
  • Wasser
  • Unterschiedliche Samen
  • Großer Eimer oder etwas Ähnliches

Schritt 1:

Du brauchst einen Liter Tonerde und 600 ml Blumenerde.

Vermische die Erden in Deinem Eimer und gib dann nach und nach das Wasser dazu bis die gewünschte, formbare Konsistenz erreicht ist.

Schritt 2:

Streue das Saatgut auf den Samenbombenteig und arbeite es darin ein bis das Saatgut gleichmäßig verteilt ist. Du kannst gekauftes Saatgut vewenden oder welches das Du selbst gewonnen hast.

Schritt 3:

Jetzt solltest Du die Ärmel hochkrempeln denn es wird schmutzig. Forme aus dem Samenbombenteig kleine Kugeln. Du solltest sie nicht zu groß oder zu klein formen. Als kleine Hilfe: Sie sollten nicht kleiner als eine Walnuss und nicht größer als ein Apfel sein.

Schritt 4:

Wenn Du mit dem formen der Samenbomben fertig bist müssen sie schnellstmöglich getrocknet werden. Dafür hast Du zwei Möglichkeiten: Entweder Du stellst sie in die Sonne wo sie innerhalb von zwölf Stunden trocknen oder Du nutzt den Backofen. Solltest Du Letzteres tun beachte unbedingt, dass Du den Backofen nur auf eine sehr niedrige Temeperatur einstellen darfst (etwa 50° Grad).

et voilá – fertig sind Deine Samenbomben! Jetzt bleibt Dir nur noch sie einzupflanzen und Dich zu freuen.

Viel Spaß beim Nachmachen!

Kleiner Tipp am Rande: Kinder lieben so etwas. Schlamm, Erde, Natur. Vielleicht eine Idee für den nächsten Kindergeburtstag?

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 


Hast Du Saatgutbomben schon mal selbst gemacht? Poste mir gerne Deine Fotos und/oder Erfahrungsberichte in die Kommentare! Ich freue mich von Dir zu lesen.

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